Grün leben |
Zehn einfache Schritte auf dem Weg zur Nachhaltigkeit |
© iStockphoto.com/ducan1890 „Grün” leben ist eine Ideologie, die die meisten Menschen teilen; jedoch muss dieses Konzept in die Praxis umgesetzt werden bevor sich wirklich etwas ändert. Der Weg zur Veränderung beginnt mit der Anpassung ihrer Denkweise, dem Überdenken ihrer Sichtweise und dem Verständnis was Umwelt und Leben verbindet. Nach einiger Übung wird dieser Denkprozess zur Gewohnheit und sie werden sich fragen warum sie den Weg zur Nachhaltigkeit nicht schon früher gegangen sind, insbesondere da es das Richtige ist und Geld spart. Unten werden sie 10 Wege finden, um diese Reise zu beginnen, falls sie nicht schon damit angefangen haben. Falls doch, können sie die Liste als Checkliste nutzen, um sicher zu gehen, dass sie keinen der einfachen Schritte ausgelassen haben. Unbeachtet dessen sind wir sicher, dass sie dieser Weg an einen Ort führen wird, metaphorisch oder physisch, an dem sie und ihre Familie „besser leben” können. 1. Benutzen sie statt Plastiktüten andere Tüten aus Stoff, Soja, Papier oder Stärkemehl. Traditionelle Plastiktüten sind Doppeltäter, da sie aus Petroleum gefertigt sind und nicht wahrhaft biologisch abbaubar sind. Als Konsequenz war San Francisco im März 2007 die erste Stadt, die von ihren großen Einzelhändlern den Einsatz von biologisch abbaubaren Tüten, inklusive Plastiktüten aus Soja und Stärkemehl, verlangte. Zahlreiche Staaten und Länder wie Alaska, Großbritannien, Südafrika, Irland, Bangladesh, Taiwan und China haben ein ähnliches Gesetz initiiert. Sogar große Lebensmittelhändler in Lhasa, Tibet geben automatisch Stofftüten an der Kasse aus, um ihre Umwelt zu schützen. Wenn man woanders lebt kann man trotzdem etwas bewegen, indem man nach Papiertüten fragt oder wieder verwendbare Stofftüten mitbringt. Beide sind biologisch abbaubar, bieten typischerweise mehr Platz für die gekauften Produkte und reißen nicht so wie Plastiktüten. Biologisch abbaubare Plastiktüten für Mülleimer, Essenslagerung und Haustierbelange können im Internet von Verkäufern wie BioGroup USA (www.biobagusa.com) erworben werden.
© iStockphoto.com/edelmar Auch wenn KLS-Lampen anfangs mehr kosten leuchtet jede von ihnen ungefähr 6.000 bis 12.000 Stunden im Vergleich zu 700 Stunden bei Glühlampen. Deswegen bieten sie den Konsumenten enorme Sparmöglichkeiten und verbrauchen zudem noch 75 Prozent weniger Strom (www.gelighting.com/na/ home_lighting/ products/energy_smart.htm#benefits) – ein riesiger Vorteil für die Umwelt und auch für die eigene Tasche. Wenn sie beispielsweise im Durchschnitt $10 Cent pro Kilowattstunde zahlen und sie momentan zehn 60-Watt-Glühbirnen und fünf 90-Watt-Birnen benutzen, würden sie jährlich ca. $112 sparen, indem sie auf KLS-Lampen umsteigen. Sie sparen dann sogar ca. $616 über die Lebensdauer der KLS-Lampen. Falls sie „KLS-Einsteiger” sind kann der Umstieg ein wenig verwirrend sein, weil die Wattzahl bei KLS-Lampen von der traditionellen Wattzahl bei Glühbirnen abweicht. Zum Beispiel entspricht eine 13- bis 15-Watt KLS-Birne einer 60-Watt Glühbirne; und eine 16- bis 29-Watt KLS-Lampe entspricht einer 100-Watt Glühbirne. Stellen sie außerdem sicher, dass sie die richtige KLS-Lampe für den richtigen Zweck nutzen, da die KLS-Birnen verschiedene Formen haben. Gehen sie auf www.gelighting.com um mehr Informationen zu erhalten oder um den KLS-Sparrechner („Energy-Smart CFL Savings Calculator”) von General Electric zu benutzen. 3. Kaufen sie wann immer möglich lokal angebaute organische Lebensmittel. Lokal angebaute organische (biologische) Lebensmittel zu kaufen schmeckt nicht nur besser, sondern kostet auch weniger und unterstützt die lokale Wirtschaft, inklusive der Bauern. Da organische Lebensmittel ohne Pestizide angebaut werden, werden auch weniger Chemikalien in die Umwelt und die Gewässer freigegeben. Lokal kaufen verringert darüber hinaus Treibhausgase (THGs), weil sehr viel weniger Petroleumprodukte verwendet werden, um die Erzeugnisse zum Markt zu befördern. Bauernmärkte sind wunderbare Orte, um lokal angebaute, qualitative Lebensmittel zu finden. Fragen sie vor dem Kauf nach der Verwendung von Pestiziden und Chemikalien, um sicher zu gehen, dass die Produkte auch wirklich biologisch sind. Kleinere Bauern können sich die Bio-Zertifizierung oft nicht leisten, aber ihre Produkte können trotzdem organisch sein. Wählen sie Produkte, die von den „Zukunftsfarmern von Amerika” oder von „4-H Mitgliedern” angebaut wurden, weil die Unterstützung von lokalen Bildungsprogrammen ihrer Gemeinde, ihren Nachbarn und ihren Kindern zu Gute kommt. Biologische Produkte sind auch in vielen Lebensmittelmärkten erhältlich. Schauen sie nach einem Bio-Sticker des U.S. Landwirtschaftministeriums („U.S. Department of Agriculture (USDA)”). Nur Produkte, die 95 bis 100 Prozent organisch sind bekommen dieses Etikett. Produkte mit Aufklebern „mit organischen Zutaten hergestellt” sind 70 bis 94% organisch. Für weitere Informationen über die Unterschiede in der Etikettierung und den Vorschriften für organische Lebensmittel, gehen sie auf www.ams.usda.gov/nop/Consumers/brochure.html. 4. Stecken sie Elektrogeräte in Mehrfachsteckdosen und ziehen sie diese raus, wenn sie nicht benutzt werden. Das U.S. Energieministerium („U.S. Department of Energy (DOE)”) sagt, dass ”der Stromverbrauch (aus fossilen Brennstoffen) eines einzigen Haushalts mehr CO2 in die Luft abgibt als zwei Durchschnittsautos” (www1.eere.energy.gov/consumer/tips/save_energy.html). Viele Experten stimmen zu, dass die größten Energieverbraucher Haushaltsgeräte sind, weil sie trotz Nichtgebrauch Strom verbrauchen. Geräte auf Standby ziehen ununterbrochen Energie, genau wie Aufladegeräte für Handys, Drucker und Videospiele. Daten des DOE zeigen, dass 75 Prozent des Stroms für Haushaltsgeräte während des Nichtgebrauchs konsumiert werden. Daher lauten die Energiespartipps des DOE: Computer, andere Geräte, Aufladegeräte, Fernseher und DVD-Spieler in Mehrfachsteckdosen einstecken und bei Nichtgebrauch ausstecken (www1.eere.energy.gov/consumer/tips). Einerseits werden dadurch ihre Geräte vor Überladung und dadurch vor Schaden bewahrt und andererseits werden ihr Energiefußabdruck und ihre Stromrechnung reduziert. 5. Sparen sie Wasser und Energie, indem sie nur volle Spül- und Waschmaschinen laufen lassen. Volle Maschinen waschen spart Energie und Wasser (www1.eere.energy.gov/consumer/tips). Geschirr in der Spülmaschine lufttrocknen lassen, kaltes Wasser in der Waschmaschine benutzen und eine Wäscheleine für die feuchten Kleider verwenden verkleinert ebenfalls die Stromrechnung. Um wirklich Strom und Wasser zu sparen, wechseln sie zu einer „Energy Star” Waschmaschine und einem Trockner, die 35 bis 50 Prozent weniger Wasser und 50 Prozent weniger Strom verbrauchen. Wenn sie in einer ländlichen Region leben und einen Brunnen besitzen, lassen die effizientesten Waschmaschinen und Trockner, so wie der LG Tromm Dampfwascher und der „Dual Humidity Sensors Dryer”, einen Traum wahr werden. Sie benutzen 90% weniger Energie und 90% weniger Wasser (und säubern unglaublich große Ladungen bei extrem niedriger Lautstärke). Keine Sorgen mehr wegen einem trockenen Brunnen, wenn sie ihre Kleider während einer Sommerdürre waschen. Die vorläufigen Kosten einer LG Tromm sind zwar signifikant höher, aber der Komfortfaktor und die Wasser- und Energieeinsparungen sind phänomenal. 6. Wechseln sie zu Wenigwasser-Duschköpfen und –Toiletten. U.S. Haushalte benutzen durchschnittlich 400 Liter Wasser pro Tag. Das ist 40 Mal mehr als der weltweite Durchschnitt und 2 Mal so hoch wie in Europa (www.wateraid.org/international/what_we_do/statistics/default.asp). Toilettenabflüsse verbrauchen übrigens ein Viertel dieses Wassers. Auf Badezimmergeräte umzusteigen, die weniger Wasser verbrauchen, bringt enorme Wassereinsparungen ohne bewusste Mühe oder Komfortverlust. Ein älteres Toilettenmodell beispielsweise mit einer Cimarron™ Comfort Height™ 1.28 gpf toilet mit Class Five™ EcoSmart™ (EST) technology zu ersetzen, kann jährlich bis zu 12.100 Liter Wasser einsparen. Wenn man Wenigwasser-Duschköpfe, so wie Kohler’s MasterShower® Duschkopf und Handbrause dazu addiert, kann man zusätzlich 20% sparen ohne Verlust von Wasserdruck und –Temperatur. Heute Wasser sparen bedeutet mehr Wasser in der Zukunft haben und auch Einsparungen bei der Wasserrechnung. 7. Finden sie Alternativen, um ihr Zuhause zu heizen und zu kühlen. Eine 1-Grad Abnahme auf dem Thermometer spart im Durchschnitt 1 Prozent auf der Heizrechnung, wobei eine 1-Grad Zunahme bei der Rechnung der Klimaanlage im Sommer spart. Ein Weg um diese Reduktion zu erreichen und sich trotzdem noch wohl zu fühlen bieten Deckenventilatoren. Bringen sie einen Deckenventilator mit Richtungsschalter in jedem viel benutzten Raum an und beobachten sie die Abnahme ihrer Stromrechnung während ihr Komfort zunimmt. Betätigen sie den Schalter im Winter, so dass der Ventilator die Luft zur besseren Verteilung nach unten treibt. Machen sie das Gegenteil im Winter, sodass sie den Thermostat hoch stellen können und die Klimaanlage runter. Verstärken sie den kühlenden Effekt des Ventilators, indem sie automatische Fensterläden verwenden, die die Sonnenstrahlen während der heißesten Tageszeit abblocken. Oder warum stellen sie die Klimaanlage nicht komplett ab und öffnen sie die Fenster an gegenüberliegenden Seiten, um für entgegen gesetzte Ventilation zu sorgen. Diese simple Vorgehensweise wird zusammen mit den Deckenventilatoren nicht nur das Haus an den meisten Sommertagen kühlen, sondern sie wird auch sie und ihre Familie mit gesünderer Luft zum Atmen versorgen. Für welche Option sie sich auch entscheiden mögen, behalten sie ihren Ofen, ihre Klimaanlage und Wärmepumpe (www.aceee.org/consumerguide/index.htm); und wechseln sie die Filter wie empfohlen aus. 8. Wechseln sie ihre Geräte gegen „Energy Star” Produkte aus. Neuere Geräte, besonders mit „Energy Star” Auszeichnung verbrauchen weniger Energie als ältere Modelle. Gemäß der „Energy Star” website „benutzen qualifizierte Geräte fortgeschrittene Technologien, die 10-50 Prozent weniger Energie und Wasser als Standardmodelle verbrauchen. Das Geld, das sie bei ihren Stromrechnungen sparen, kann die Kosten für ein teureres, aber effizienteres „Energy Star” Modell mehr als übertreffen.” (www.energystar.gov) Beispielsweise verbraucht ein „Energy Star” Kühlschrank 40 Prozent weniger Strom als ein konventionelles Modell aus dem Jahr 2001 (www.energystar.gov/index.cfm?c=refrig.pr_refrigerators). Wenn sie außerdem einen 1990 Kühlschrank mit einem neueren „Energy Star” Modell ersetzen, können sie bei ihren Rechnungen so viel sparen, um einen Durchschnittshaushalt vier Monate lang zu beleuchten. Um die Leistung ihrer Geräte zu maximieren benutzen sie bitte zusätzlich den Energiesparmodus. 9. Seien sie sanft zu ihrem Auto Aggressiv und mit hoher Geschwindigkeit fahren verbraucht mehr Benzin als ruhig und unter der Geschwindigkeitsbegrenzung zu bleiben. Zum Beispiel, jede 5 mph (Meilen pro Stunde) über 60 mph kann sie ca. $20 Cent pro Gallone (˜3,78 Liter) kosten. Gemäß der „Alliance to Save Energy” (www.ase.org) kann schnelles Fahren, Anfahren und Bremsen die Fahrleistung bei Autobahngeschwindigkeit um 33% und bei Stadtgeschwindigkeit um 5% verringern (www.ase.org/content/news/detail/3713). Außerdem erhöhen regelmäßige Servicetermine, Ölwechsel, Autoabstimmungen und Reifenwechsel die Benzinsparsamkeit ihres Fahrzeugs. Der Ersatz einer fehlerhaften Lambdasonde kann die Benzinsparsamkeit um 40% erhöhen. Und lediglich eine Autoabstimmung kann die Sparsamkeit um bis zu 4% erhöhen (www.ase.org/content/news/detail/3713). Wenn möglich, bilden sie Fahrgemeinschaften, benutzen sie öffentliche Verkehrsmittel, laufen oder fahren sie mit dem Fahrrad, um die Wirtschaftlichkeit des Kraftstoffverbrauchs zu maximieren. Gehen sie das Risiko ein und ändern sie ihr persönliches Transportmuster. Sie werden von den Einsparungen begeistert sein und können zusätzlich die Freiheit genießen, nicht an ein Auto gebunden zu sein.
© iStockphoto.com/gabyjalbert Jede Person in den USA produziert gemäß der U.S. Umweltschutzagentur ungefähr 1,8 Kilo Müll pro Tag (www.epa.gov/epaoswer/non-hw/muncpl/index.htm). Annähernd 30% dieses Mülls ist recyclebar (www.epa.gov/epaoswer/non-hw/muncpl/index.htm). Recycling reduziert den Abfall in den Müllhalden und im Ozean um ein Vielfaches und hilft den Herstellern, indem sie weniger natürliche Ressourcen verwenden müssen. Der Umweltschutzagentur zufolge macht die Nutzung von recyceltem Material in diesem Land einen großen Unterschied, da „Müllvermeidung Umweltvorteile bringt, inklusive verringertem Energieverbrauch und weniger Verschmutzung, Konservierung von natürlichen Ressourcen und Erhöhung von kostbarer Müllhaldenkapazität” (www.epa.gov/epaoswer/non-hw/reduce/wstewise/pubs/prvtpdf.pdf). Gehen sie auf www.earth911.org oder rufen sie 1-877-EARTH911 aus den USA an, um die nächste Recyclingstation zu finden und um heraus zu finden welche Materialien sie recyceln können. Diese 10 Schritte sind nötig, um die ökologische Gesundheit unseres Planeten und die Gesundheit unserer Familien zu sichern. Wir können es uns nicht weiter erlauben zu glauben, dass unsere Aktionen keine Konsequenzen haben. Gemäß „Environmental Defense”, einer gemeinnützigen U.S. Umweltgruppe (www.environmentaldefense.org), wird ca. 55% aller Energie in den USA von kohlegefeuerten Kraftwerken generiert (www.environmentaldefense.org/article.cfm?contentid=774). Diese Kraftwerke sind die Hauptgründe für menschlich verursachte Treibhausgase: der primäre Grund für den Klimawechsel. Zudem sind kohlegefeuerte Kraftwerke auch die Hauptursache für giftiges Quecksilber in unseren Gewässern und daher auch im Fisch, den wir essen. Die Ironie liegt darin, dass wir als Konsumenten und Energienachfrager diese Box der Pandora für Gesundheitsprobleme und Umweltkatastrophen geschaffen haben. Bis wir uns dazu entscheiden, Energie zu sparen und gesündere, saubere und grünere Energie nachzufragen, werden wir weiterhin die Erde und ihre Bewohner verschmutzen. Wir haben die Macht diese Veränderung herbei zu führen. Die Zeit ist jetzt. Werden sie aktiv, indem sie diejenigen Politiker unterstützen, die eine nachhaltige Umweltpolitik verfolgen. Schreiben sie ihrem Kongressabgeordneten und verlangen sie wirkliche Veränderung, um für sie, ihre Familie und ihren Planeten eine nachhaltige Zukunft zu formen. Beziehen sie heute Stellung, denn, ob sie es mögen oder nicht, Nachhaltigkeit ist ein Lebensthema. |
