Persönliche Perspektive |
Die Bedeutung „einheimisch” zu sein |
| Von: Ken Undercoffer, President, Pennsylvania Council of Trout Unlimited |
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Ich war ungefähr 13 als ich meine erste Forelle gefangen habe – eine einheimische Bachforelle, die unter den ausgewaschenen Wurzeln eines alten Hemlock-Stumpfes (Baumart) hervor huschte und nach meinem wurmbestückten Haken schnappte. Nur die Wurzeln dieses alten Stumpfes verbleiben am Rande des Gewässers, wo ich vor fast 60 Jahren in die Welt des Forellenfischens getauft wurde. Es gibt immer noch viele alte Hemlockstümpfe, die wie Grabsteine in ganz Pennsylvania herausstehen ...das ist alles was von dem massiven Weißkiefer – und Hemlock-Wald, der einst den größten Teil des Commonwealth bedeckte, übrig geblieben ist. Diese gigantischen Bäume standen so dicht und hoch, dass das Sonnenlicht kaum den Waldboden erreichte. Die Nutzholzindustrie benötigte lediglich ein paar Generationen, um diesen prächtigen Wald in eine hagere Einöde zu reduzieren. Feuer fegten durch die Einschnitte bald nachdem die Holzfäller weiter zogen und verbrannten oft sogar tausende Jahre an Humus, der sich auf dem Waldboden angesammelt hatte.
© iStockphoto.com/sirois Die vernarbten Berge und Täler haben sich in den dazwischen liegenden hundert oder mehr Jahren erholt. Ahorn, Buche und Eiche haben viele Teile des immergrünen Waldes ersetzt, aber majestätische Weißkiefern übertrumpfen wieder einmal in vielen Berglandschaften die Baumwelt. Hemlocks wachsen wieder hoch im Waldboden nahe der Gebirgsflüsse und schützen ihre Gewässer vor der Sonne. Hier haben Bachforellen seit Jahrtausenden gelebt und tun es immer noch. Die Bachforelle, die ich an diesem Tag fing, war kaum 15 Zentimeter lang, eine legale Größe in jenen Tagen. Es war der schönste Fisch, den ich jemals gesehen hatte. Ihr Rücken war tiefgrün wie das Moos, das die Felsen im „Moose Creek” bedeckte und schlängelte sich mit einem etwas helleren Olive-Ton durch das Wasser. Die Seiten waren mit brillantroten Punkten bedeckt und jeder war von einem unverwechselbaren blauen Hof umrandet. Ihre unteren Flossen waren blutrot und nadelgestreift mit Schwarz und Weiß an den vorderen Kanten. Diese bestimmte Bachforelle hatte sich im späten Winter vor drei Jahren durch den Kies am Boden von Schilfgras geschlängelt. Sie hatte es geschafft, die Angriffe von Reihern, Nerzen und bis jetzt die von 13-jährigen Jungen, die ein Essen aus ihr machen würden, zu überleben. Bachforellen sind in den Appalachen einheimisch. Sie haben dort seit lange vor der letzten Eiszeit gelebt. Sie haben den Untergang des Säbelzahntigers und des Mastodons (Rüsseltierart) überlebt. Sie waren schon lange vor dem ersten Amerikanischen Ureinwohner dort. Sie waren Opfer von vielen Angriffen und haben dennoch irgendwie überdauert. Vielleicht spürte ich das, während ich diesen schönen kleinen Fisch in meiner Hand bewunderte, obwohl es noch viele weitere Jahre brauchte, bis es ein bewusstes Level erreichte. Regenbogen–, Braun– und Bachforelle wurden in Flüsse von einem Ende des Landes zum anderen „verpflanzt”. Jetzt erobern Forellen die kalten Gewässer von Oregon und dem Westen und verdrängen die einheimischen „cutthroats”, die dort seit Jahrtausenden gelebt hatten. Die meisten Forellenströme im Westen werden nun von nicht einheimischen Lachsarten dominiert. Europäische Braunforellen haben die besten Flüsse in Pennsylvania erobert und treiben die einheimische Bachforelle in die Oberwasser, wo sie sich ihrem letzten Gefecht entgegenstellen. Regenbogenforellen, die von der Westküste in die südlichen Appalachen umgesiedelt wurden, haben die südliche Bachforelle aus vielen Flüssen getrieben, die sie einst besiedelte. Einheimische Forellen sind ein integraler Bestandteil der natürlichen Ordnung. Einheimische Spezies und ungestörte Orte verschwinden mit einer alarmierenden Rate. Hoffentlich ist es uns möglich das zu erhalten, was noch übrig ist bevor es zu spät ist. |
